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Merci Madame - Wo gibt man wieviel Trinkgeld
Posted by bokchoy
Man geht essen, amüsiert sich, wird gut bedient und beraten und am Ende, legt man der Rechnung noch ein paar Cent oder Euro Trinkgeld bei. Die Höhe wird durch das eigene Einkommen bestimmt und dadurch, wie zufriedenstellend der Service war.
So ist es in Deutschland geregelt. Doch wie sieht es in anderen Ländern aus? Wie viel Trinkgeld ist genug? Gibt man überhaupt welches? Und wenn ja, was wäre zuviel?
Der internationale Trinkgeld-Guide hilft dir dein Geld gerecht zu verteilen ;-D.

In Italien gibt man überall südlich von Rom ein Trinkgeld (Höhe nach eigenem Ermessen). Aus einem nicht bekannten Grund, kümmert dies jedoch keinen weiter nördlich. Also fühle dich in dieser Gegend nicht schuldig, wenn du es vergisst.
Hinzu kommt, dass die Mehrzahl der Italienischen Restaurants eine “Coperto” in die Rechnung inkludieren wird. Also eine Cover Charge (Kosten für ein Gedeck)

Frankreich ist ein schwieriger Fall!
Obwohl gesetzlich bereits der Service in den Preisen inkludiert ist, rundet man die Rechnung in einem Restaurant zum nächsthöheren Betrag auf.
Taxifahrer und Friseure erwarten zehn Prozent Trinkgeld vom Rechnungsbetrag und wenn du länger als drei Tage in einem Hotel bleibst, hinterlasse etwa 1,50 € für die lieben Leute, die Tag für Tag dein Zimmer sauber machen.

In den USA erwarten Angestellte der Gastronomie, etwa 15 bis 20 Prozent Trinkgeld (gratuity) vom Rechnungsbetrag, solange nicht der Servicebetrag im Preis enthalten ist. Was sich im ersten Moment sehr viel anhört, wird verständlicher bei näherer Betrachtung. Man zahlt ihnen nämlich nur weniger als die Hälfte des Minimallohnes und sie sind somit auf das Trinkgeld angewiesen. Das gilt im Übrigen auch bei einer Taxifahrt!!!
Ein Portier bekommt etwa $1 pro Gepäckstück, das er trägt.

Vom Taxifahrer, zum Kellner, bis hin zum Parkplatzwächter, in diesem Land ist es üblich ALLEN ein Trinkgeld für ihre Leistung zu geben. Dies soll eine steigende Kriminalität verhindern und das Einkommen derer im Dienstleistungssektor ein wenig heben. Üblich sind in der Regel ein paar Rand, die deinen Geldbeutel sowieso nur zu dick machen.
Safari-Guides und Fahrern, sollte man beiden etwa zehn bis 15 Rand pro Tag geben (etwa 60-80 Cent).

Jeder der auch nur annährend mit Touristen zu tun hat in Ägypten, erwartet ein Trinkgeld (Baksheesh). Selbst wenn es nur der Mann auf der Straße ist, den du nach dem Weg gefragt hast. Etwa zehn Prozent sind angemessen. Doch beachte, dass du nur in Ägyptischen Pfund Trinkgeld gibst, sonst ist man beleidigt.

Viele sind der Meinung, in Island ist alles teuer. Da kommt es einem nur zu Gute, dass eine sogenannte Service Fee bereits im Preis enthalten ist. Dies gilt für Restaurants, Bars, Taxis, Hotelpersonal… für alles. Du brauchst wirklich nie Trinkgeld zu geben. Bist du allerdings extrem zufrieden und begeistert von einem Service, so kannst du deine Anerkennung darüber gerne mit einem kleinen Trinkgeld zeigen.

Gute Nachricht: Trinkgeld geben wird in Japan nicht erwartet!
Tatsächlich kannst du damit einen Japaner beleidigen, wenn du ihm direkt und persönlich ein Trinkgeld aushändigst.
Die Ausnahme: In einem traditionellen Ryokan (traditionell eingerichtetes japanisches Hotel) darf man durchaus für guten Service ein Trinkgeld geben. Aber bitte nur in einem Briefumschlag!!!

Bis in die 80er Jahre hinein war es verboten in China (sowie Cuba und Vietnam) Trinkgeld zu geben. Die Kommunistische Regierung ist/war der Meinung, dass guter Service und somit die Zufriedenheit der Gäste, Belohnung genug ist für jeden Arbeiter.
Heutzutage wird Trinkgeld noch immer nicht erwartet, aber es wird mehr und mehr üblich, Hotel- und Restaurantpersonal ein bisschen Kleingeld für guten Service zu geben.

Von Reisenden in Indien wird nicht erwartet, dass sie Trinkgeld geben. Ein paar Münzen Kleingeld als Dankeschön werden jedoch immer dankbar angenommen. Etwa zehn Rupien sollte man allerdings Pagen, oder Flughafenpersonal geben, die dir mit deinem Gepäck helfen.
Achtung!
Diese Liste ist nicht komplett und nicht perfekt. Wer noch weitere Länder und ihre “Trinkgeld-Rituale” kennt, darf sich gerne mit seinem Wissen in der Kommentarfunktion verewigen. So kommt vielleicht mit der Zeit ein ausführlicher “Tipping- Guide” zusammen.
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3 Responses to “Merci Madame - Wo gibt man wieviel Trinkgeld”
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Januar 9th, 2008 at 22:11
Wow… tolle Auflistung! In der Schweiz ist es auch unüblich Trinkgeld zu geben. Allerdings wurde das in den Skigebieten in denen ich dort bisher war teilweise auch anderes gehandhabt
Aber ich kann mich noch an eine Currywurst Pommes auf der Piste erinnern die damals ca. 12 Euro gekostet hat. Wer hat da noch Geld für Trinkgeld über
Januar 10th, 2008 at 13:46
Vielen Dank!
War auch ein wenig Arbeit
Ich kann mich noch an Venedig erinnern zu DM Zeiten: Ein Glas Mineralwasser in einem Café auf dem Markusplatz (inkl. Musik) 14 DM. Wäre interessant zu wissen, was das heute kostet.
Februar 20th, 2011 at 19:28
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